Sales Nussbaumer begrüsste bei bestem «Salesi-Wetter» (Nieselregen) rund 35 Personen bei der Reuss-Brücke in Hünenberg. Kaum losgelaufen, ertönte passend zum Wetter der Regenruf des Buchfinken.
Wir querten die Reussbrücke und liefen Fluss aufwärts ins Gebiet Reussegg. Zügig marschierte die Gruppe auf dem Dammweg dem Zielgebiet entgegen. Unterwegs machte unser sehr fachkundige Exkursionsleiter auf die Schönheiten der Pflanzenwelt und die diversen Vögel aufmerksam.
Die Mönchsgrasmücke rief aus der blühenden Hecke. Der Eisvogel verriet sich durch seinen Ruf irgendwo hinter selbiger, flog Fluss abwärts und liess sich leider nicht mehr blicken. Der Reuss entlang entdeckten wir diverse Spuren des Bibers, der hier sehr aktiv zu sein scheint. Besonders beeindruckend waren die fliegenden Uferschwalben bei dem aufgeschütteten Brut-Sandhaufen. Die kleinsten Schwalben Europas schwirrten um den eigens für sie errichteten Sandhaufen mit diversen Bruthöhlen. Wir konnten sie beim Anfliegen der Höhlen beobachten. Wobei dies gar nicht so einfach war, da dies im Bruchteil von Sekunden geschah. Wer in diesem Moment nicht am richtigen Ort schaute, verpasste den Anflug ans Loch und das blitzschnelle Verschwinden.

Weiter ging der Weg zu einem kleinen Hügel. Unterwegs sahen wir Kiebitze, Enten und Teichrohrsänger und hörten den Kuckuck. Auch an dieser Stelle erzählte Sales viel Wissenswertes über diese Landschaft, die Funktion und die Wichtigkeit von Hochwasser und die Flora und Fauna. Sein breites Wissen beeindruckt immer wieder aufs Neue.
Auf dem Rückweg hat der Regen aufgehört. Jedoch wurde es durch die vielen Wolken früher dunkel, wie in den letzten sonnigen Tagen. Bei letztem Licht entdeckten wir einen Biber, welcher in der Reuss schwamm. Was für eine grossartige Beobachtung noch zum Schluss!!
Wer es noch nicht kennt, Feldstecher und Zeit einpacken und ab in dieses abwechslungsreiche Gebiet!
Cony Wäspi, Zuger Vogelschutz
